Montag, 7. Juni 2010

Man erkennt was es wird

Ich habe ungelogen zwei Stunden lang die Ärmel eingesetzt! Kann man sich das vorstellen? Und das nur, weil ich die Anweisung "Querstrich vom Unterärmel trifft auf Seitennaht" nicht verstanden habe. Ich habe pausenlos versucht den Querstrich vom Oberärmel an die Seitennaht zu frickeln und mich dann gewundert, warum der Ärmel so überhaupt *gar nicht* passt.

Aber diese Hürde ist jetzt auch genommen und man erkennt so langsam, wonach es später mal aussehen wird *hooray*

Den Stehkragen habe ich im Übrigen wegrationalisiert. Ebenso ein Stück von der vorderen Mitte. Die wurde etwas tiefer gelegt und die Vorderteile daran angeglichen.

Die Ärmel habe ich von der Länge her so gelassen, wie sie im Schnitt sind. Also etwa drei/viertel-Länge.

Die Rückansicht gefällt mir sehr (obwohl der Riegel noch fehlt) Besonders das Schößchen natürlich. Das ist so ein richtig niedliches Detail!

An der Alltagstauglichkeit der Jacke beginne ich aber langsam zu zweifeln.
Ich hatte nicht mehr in Erinnerung, dass sie wirklich *so* figurbetont sitzt.

Abwarten und Tee trinken...

Mir fehlt noch das Garn für die sichtbaren Nähte, um die Nähte abzusteppen zum Beispiel oder zum Nähen der Knopflöcher.
Wenn ich die Jacke richtig schließen kann, kann ich bestimmt besser abschätzen wie sie sitzen wird.
Je nachdem stelle ich sie dann wie geplant fertig, oder setze Spiralstäbe und ein stabiles Futter ein und missbrauche die Taille dann als Teil einer Ausgehgarderobe. Aber das entscheide ich erst, wenn es soweit ist.

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